15 Tipps für eine moderne Elektroinstallation

So planst du zukunftssicher
Eine moderne Elektroinstallation steigert den Wohnkomfort, spart Energie und macht dein Zuhause zukunftssicher. Ob Neubau oder Sanierung – wer nur den aktuellen Bedarf plant, riskiert teure Nachrüstungen. Technik, Wohnsituation und Bedürfnisse ändern sich mit der Zeit. Mit diesen 15 wichtigen Tipps sorgst du für eine smarte, effiziente und zukunftsfähige Elektroinstallation.

1. Plane vorausschauend – Flexibilität für die Zukunft

Jeder Raum in deinem Haus kann im Laufe der Jahre eine neue Funktion bekommen: Aus dem Arbeitszimmer wird vielleicht später ein Kinderzimmer, aus dem Gästezimmer ein kleines Home-Office. Die Küche braucht vielleicht später mehr Anschlüsse für intelligente Küchengeräte. Um auf solche Veränderungen, solltest du deine Elektroinstallation flexibel gestalten.

Wichtige Fragen für die Planung:

  • Wo brauche ich Steckdosen – jetzt und in Zukunft?
  • Welche Geräte kann ich später noch nachrüsten (zum Beispiel Wallbox für E-Auto, Klimaanlage, Photovoltaik-Anlage, Energiemanagementsystem)?
  • Wie lassen sich smarte Steuerungen direkt mit einplanen?

Tipp: Plane lieber mehr Anschlüsse als zu wenige. Nachträgliches Nachrüsten ist meist mit hohem Aufwand und Kosten verbunden.

2. Setze auf ausreichend Unterputzdosen

Ein häufiger Fehler ist es, zu wenig Unterputzdosen einzuplanen. Diese bilden die Basis für Steckdosen, Netzwerkanschlüsse oder smarte Schalter und bieten dir langfristig mehr Flexibilität. Nach der DIN 18015-2 gibt es Mindestanforderungen für die Anzahl der Steckdosen, in der Praxis werden aber oft mehr benötigt. Im Arbeitszimmer sind beispielsweise nur vier Steckdosen vorgesehen – zu wenig für Laptop, Drucker, Schreibtischlampe und anderes Zubehör.

Empfehlung: Lieber doppelt so viele Unterputzdosen setzen, wie du aktuell benötigst. Unterputzdosen können später immer noch mit Abdeckungen versehen und dann verputzt bzw. tapeziert werden. Wenn du sie später brauchst, findest du sie wieder, indem du sie an der Wand abklopfst oder in den Leitungsplänen nachschaust.

Unsere Steckdosenguide liefert dir detaillierte Informationen: https://www.busch-jaeger.de/inspiration/smart-home/dein-steckdosenguide

3. Steckdosen strategisch platzieren

Die beste Steckdose nützt nichts, wenn sie an der falschen Stelle sitzt. Steckdosen sollten nicht nur in den Ecken eines Raumes, sondern auch mittig an der Wand angebracht werden. Plane genau, wo Möbel, Lampen oder technische Geräte stehen sollen.

Wichtige Bereiche für Steckdosen:

  • Schlafzimmer – Steckdosen auf beiden Seiten des Betts (inklusive USB-Anschluss zum Aufladen des Mobiltelefons)
  • Küche – zusätzliche Steckdosen für Kaffeemaschine, Mixer, Wasserkocher
  • Wohnzimmer – ausreichende Anschlüsse für Fernseher, Soundsystem, Konsolen
  • Arbeitszimmer – mehrere Steckdosen über und unter dem Schreibtisch

Tipp: Unterputzdosen in 1,05 Metern Höhe eignen sich ideal für Lichtschalter und Steckdosen.

4. Winddichte Unterputzdosen für bessere Dämmung

Gerade in energieeffizienten Neubauten oder Passivhäusern spielen winddichte Unterputzdosen eine wichtige Rolle. Sie verhindern unerwünschte Luftströmungen in der Wand und helfen dabei, Wärmeverluste zu minimieren.

Vorteile:

  • Weniger Heizenergieverlust
  • Keine Zugluft aus Steckdosen
  • Verbesserter Schallschutz
5. Smarte Elektroinstallation vorbereiten

Die Zukunft ist smart! Selbst wenn du jetzt noch keine intelligente Steuerung möchtest, solltest du zumindest die Grundlagen dafür schaffen. Moderne Smart-Home-Systeme machen dein Zuhause komfortabler, sicherer und energieeffizienter. Eine kluge Planung ermöglicht es dir, smarte Funktionen jederzeit nachzurüsten – ganz große Umbauarbeiten.

Wichtige Vorbereitungen für ein Smart Home:

  • Freie Unterputzdosen für Smart-Home-Schalter oder Touchscreens
  • Separate Verkabelung für intelligente Lichtsteuerung und Rollladenautomatisierung
  • Verkabelung für eine späteres Türkommunikationssystem
  • Zusätzliche Leerrohre für zukünftige Erweiterungen

Exkurs: Smarte Bediengeräte für dein Zuhause

Wenn du dein Smart Home besonders komfortabel steuern möchtest, gibt es verschiedene Bedienelemente, die sich in deine Elektroinstallation integrieren lassen. Hier sind zwei leistungsstarke Lösungen von Busch-Jaeger:

Busch-Tenton® ist eine smarte und vielseitige Steuerung für Heizung, Lüftung, Klima (HLK), Beleuchtung und Beschattung. Zusätzlich misst der 4-in-1-Sensor wichtige Werte zur Innenraumluftqualität wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Konzentration und Luftgüte (VOC, flüchtige organische Verbindungen).

Montagetipp: Die beste Position für den Busch-Tenton® ist nicht direkt neben der Tür, da der Luftzug beim Öffnen und Schließen das Messergebnis verfälschen kann. Ideal ist eine freie Wandposition im Raum.

Wer es digital und besonders intuitiv mag, entscheidet sich für das Busch-RoomTouch® 4". Dieses HD-Touch-Display eignet sich für das Busch-free@home® und KNX-System und ermöglicht die Steuerung von bis zu zwölf Funktionen. Dank seines integrierten Raumtemperaturreglers kann es auch zur smarten Heizungssteuerung genutzt werden.

Tipp zur Positionierung: Auch hier ist eine Wandmontage in ca. 1,50 Meter Höhe ideal. Alternativ kann es an mehreren Stellen angbracht werden – zum Beispiel neben der Tür für den schnellen Zugriff oder an einer freien Wand, um eine exakte Raumtemperaturmessung zu gewährleisten.

6. Steckdosen mit USB-Anschluss einbauen

Immer mehr Geräte benötigen USB-Anschlüsse zum Aufladen. Warum also nicht Steckdosen direkt mit integrierten USB-Anschlüssen ausstatten? Das spart Platz und macht lästige Netzteile überflüssig. Besonders praktisch für Schlafzimmer (Smartphone laden), Küche (Tablet für Rezepte) und Wohnzimmer (Ladestation für kabellose Kopfhörer).

Doppelt praktisch ist die SCHUKO® USB-Steckdose von Busch-Jaeger, die eine normale Steckdose und zwei USB-Anschlüsse (USB-C und USB-A) bietet.

Exkurs: Smartphone-Ladestation mit Busch-powerDock

Wenn du dein Smartphone noch komfortabler aufladen möchtest, bietet das Busch-powerDock eine innovative Lösung: eine integrierte Ladestation direkt in der Unterputzdose. So hat dein Smartphone einen festen Ladeplatz – ganz ohne herumliegende Kabel.

Vorteile des Busch-powerDock:

  • Stationäre Ladelösung für Smartphones mit USB Typ-C oder Lightning-Anschluss
  • Keine Suche nach Ladekabeln – einfach Smartphone einstecken und laden
  • Perfekt für den Eingangsbereich, die Küche oder das Schlafzimmer
  • Platzsparend, da keine zusätzlichen Netzteile oder Kabel benötigt werden

Montagetipp: Die ideale Höhe für das Busch-powerDock liegt bei etwa 1,05 Meter, damit das Smartphone bequem eingesteckt und jederzeit griffbereit ist.

Tipp: Wenn du ohnehin Steckdosen mit USB-Anschluss planst, lohnt es sich, an einigen Stellen gleich ein Busch-powerDock zu installieren – für noch mehr Komfort und Ordnung

7. Berührungsgeschützte Steckdosen für mehr Sicherheit

Gerade in Haushalten mit Kindern ist ein erhöhter Berührungsschutz sinnvoll. Moderne Steckdosen verfügen über eine integrierte Kindersicherung, die verhindert, dass Kinder Gegenstände in die Steckdosen stecken und so einen gefährlichen Stromschlag erleiden.

Tipp: Mehr Sicherheit bietet die SCHUKO®-Steckdose Safety+ von Busch-Jaeger mit integriertem erhöhtem Berührungsschutz. Die Kontakte öffnen sich nur, wenn beide Öffnungen gleichzeitig gedrückt werden. Im Gegensatz zu nachträglichen Einsätzen bleibt die VDE-Produktgarantie bestehen.

8. Steckdosen in der Fensterlaibung

Steckdosen direkt neben der Fensterbank oder in der Fensterlaibung sind ideal für Weihnachtsbeleuchtung, LED-Streifen oder Lampen. Die Montagehöhe orientiert sich an die Fensterbank an. Steckdosen in Fensterlaibungen können ästhetisch ansprechend sein, da sie in die Wand integriert sind und somit weniger auffallen.
Der Vorteil: Keine herumliegenden Verlängerungskabel mehr!

9. Netzwerkanschlüsse an mehreren Stellen einplanen

WLAN ist bequem, aber auch störanfällig. Eine kabelgebundene Internetverbindung ist die stabilere Lösung für Homeoffice, Streaming oder Gaming. Deshalb solltest du in allen wichtigen Räumen Ethernet-Anschlüsse vorsehen.

Profi-Tipp: Mindestens eine Netzwerkdose pro Raum installieren – vor allem in Arbeitszimmern und Wohnbereichen mit Smart-TVs – und Cat-7- oder Cat-8-Kabel verlegen.

10. Datenleitungen in Leerrohre verlegen

Der technische Fortschritt schreitet rasant voran. Was heute als Standard gilt, kann in zehn Jahren schon veraltet sein. Um flexibel zu bleiben, sollten Datenleitungen, wie aktuell zum Beispiel Cat-7 oder Cat-8-Ethernet-Leitungen, in Leerrohren verlegt werden. So können sie später problemlos ausgetauscht werden, wenn in Zukunft vielleicht Glaserfaseranschlüsse direkt an den Schreibtisch (FTTD) verlegt werden können.

Vorteil: Wenn eine neue Technologie kommt, kannst du jederzeit auf eine schnellere Netzwerktechnologie aufrüsten, ohne Wände aufstemmen zu müssen.

11. Zentrale Elektroinstallation statt Verteilerdosen

Früher wurden Verteilerdosen in Wände oder Decken eingebaut. Heute ist es sinnvoller, die Leitungen in einen zentralen Kleinverteiler zu führen. Das erleichtert spätere Änderungen und spart Platz in den Wänden.

Extra-Tipp: Achte darauf, dass der Verteiler groß genug ist für zukünftige Erweiterungen.

12. Abstand zwischen Strom- und Netzwerkkabeln

Um Störungen zu vermeiden, sollten Strom- und Datenleitungen einen Abstand von mindestens zehn Zentimetern haben. Wenn sie sich kreuzen müssen, dann möglichst in einem Winkel von 90 Grad.

Warum? Elektromagnetische Störungen können die Signalqualität beeinträchtigen.

13. Busleitungen für Smart-Home-Nachrüstung

Wer sich später für ein Smart Home entscheidet, profitiert von bereits vorhandenen Busleitungen und erspart später teure Umbauten. Diese Verkabelung ermöglicht die zentrale Steuerung von Licht, Jalousien, Heizung und anderen elektrischen Komponenten – auch wenn du diese Funktionen nicht sofort nutzt.

Warum lohnt sich die Bus-Installation?

  • Zukunftssicher: Keine teuren Nachrüstungen oder Funklösungen notwendig
  • Energieeffizient: Bessere Steuerung der Verbraucher spart Strom
  • Komfortabel: Alle Funktionen lassen sich zentral oder per App steuern

Parallelverlegung von Bus- und Stromleitungen

Ein großer Vorteil von Busleitungen ist, dass sie problemlos parallel zu normalen Stromleitungen verlegt werden können. Während bei Daten- und Netzwerkkabeln ein Mindestabstand zu Stromleitungen eingehalten werden muss, ist dies bei grünen Busleitungen nicht erforderlich. Sie sind speziell darauf ausgelegt, Störungen zu vermeiden und können daher direkt neben den Stromleitungen in die Unterverteilung geführt werden.

Extra-Tipp: Wer besonders flexibel bleiben möchte, kann sich für eine Sternverkabelung entscheiden. Dabei führt jede Busleitung sternförmig zu einem zentralen Verteiler, was spätere Änderungen noch einfacher macht.

14. Intelligente Lichtsteuerung vorbereiten

Licht kann heute viel mehr als nur ein- und ausgeschaltet werden. Systeme wie DALI oder Smart-Home-Systeme wie Busch-free@home® und KNX ermöglichen eine intelligente Steuerungen:

  • Automatisches Dimmen für unterschiedliche Lichtstimmungen
  • Zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten
  • Einbindung von Bewegungsmeldern
15. Nutze Planungstools für deine Elektroinstallation

Schalter- und Steckdosenkombinationen kannst du ganz einfach und mit nur wenigen Klicks planen – mit dem Busch-Baustellenplaner, deinem digitalen Helfer. Mit der Web-App kannst du deine Elektroinstallation individuell zusammenstellen, Komponenten per Drag & Drop platzieren und automatisch Materiallisten samt Kostenkalkulation erstellen – und das für jeden Raum einzeln. Praktisch: Die Stücklisten lassen sich direkt an den Elektroinstallateur oder den Elektrogroßhandel übermitteln. https://www.busch-jaeger.de/konfiguratoren/baustellenplaner

Vorteil: Weniger Stress, mehr Übersicht und eine perfekt durchdachte Elektroinstallation.

Fazit: Gute Elektroplanung zahlt sich aus!

Wer seine Elektroinstallation clever plant, erspart sich teure Nachrüstungen. Eine moderne Elektroinstallation erhöht den Wohnkomfort, steigert den Wert der Immobilie und spart langfristig Kosten. Wer auf Zukunftssicherheit setzt, macht sein Haus fit für moderne Technologien.

Unser Tipp: Plane frühzeitig mit einem Elektriker und setze auf eine flexible, durchdachte Installation. Hier findest du den Fachhändler in deiner Nähe: https://www.busch-jaeger.de/installateur-finden